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Pferdeausbildung


Wenn man den Lebenslauf eines Pferdes genauer betrachtet, dann ist es von enormer Bedeutung für die Entwicklung des Pferdes, wie es von Geburt an betreut wird. Angefangen bei den Aufzucht- und Haltungsbedingungen über die Ausbildungszeit bis hin zum Besitzer und Reiter, die dann langjährig für das Pferd die Verantwortung übernehmen und es durch ihr Verhalten prägen.
Setzt man einmal sehr günstige Aufzucht- und Haltungsbedingungen voraus und betrachtet man nur den „schulischen Werdegang“ eines Pferdes genauer, so sollten folgende elementare Rahmenbedingungen gegeben sein:


Wenn man am Ende ein „ordentliches Pferd“ haben möchte, so ist es unumgänglich, dass sämtliche Personen, mit denen ein Pferd in den ersten Jahren seines Lebens zu tun hat, ihr Handwerk verstehen und bezüglich der Bedürfnisse der Pferde sehr gut Bescheid wissen. Denn diese Zeit ist absolut prägend für das gesamte Leben eines Pferdes und alle Erfahrungen die ein Pferd während dieser „Prägephase“ macht, stellen bleibende Eindrücke von der Umgebung des Pferdes dar. Die ersten drei bis vier Jahre, je nach Charakter und Rasse eines Pferdes, sind in ganz besonderem Maße prägend. Erst ab einem Alter von ca. acht Jahren kann man von erfahrenen und gereiften Pferden sprechen, die dann auch einen stabilen Charakter aufweisen.

Man kann sich ein junges Pferd etwa wie ein glühend heißes Eisen vorstellen, das der Schmied leicht nach seinen Vorstellungen formen kann. Erst wenn das Eisen vollständig abgekühlt ist, ist es hart und sehr formstabil - aber nicht unverformbar !!!

Dieser Grundsatz gilt gleichermaßen für Pferde aller Rassen und Anhänger aller Reitweisen.

Das bedeutet, dass jedes Pferd mit einer guten Ausbildung auch ein gewisses Maß an Mindestanforderungen an seine Reiter stellt. Um nun langfristig mit einem Pferd gut zurecht zu kommen, ist es unbedingt notwendig, dass der Reiter die Anforderungen, die jedes Pferd der Situation entsprechend verlangt, auch erfüllen kann. Sollte der Reiter diesen Anforderungen nicht gewachsen sein, so gibt es zwei erfolgreiche Lösungsmöglichkeiten:
Entweder der Reiter sucht sich ein Pferd aus, das seinem Kenntnisstand entspricht oder er sucht sich einen Ausbilder seines Vertrauens, der ihm das notwendige Wissen vermitteln kann. In jedem Fall ist es von Vorteil, die Pferdeausbildung erfahrenen Personen - in aller Regel Leute, die beruflich mit Pferden zu tun haben- zu überlassen. Diese Personen verfügen durch ihre langjährige Berufspraxis über die viele notwendige Erfahrung. Einsteiger, die noch sehr wenig Erfahrung mit Pferden haben und sich evtl. selbst ein Pferd kaufen wollen, sind gut beraten, wenn sie sich einem Ausbilder anvertrauen, der in der Lage ist, sowohl Pferd als auch Reiter auszubilden. Er kann bereits beim Pferdekauf seinen Rat mit einfließen lassen, ob der Reiter erfahren genug ist, mit einem eigenen Pferd umgehen zu können. Er kann dadurch schon bei der Kaufentscheidung helfen.

Im Interesse der Pferde sollte sich jeder Mensch, der mit ihnen umgeht, bewusst sein, dass der Umgang mit Pferden ein dauernder Entwicklungsprozess ist. Denn die Praxis zeigt, dass die meisten Pferde durch Unwissen der Menschen zu mehr oder weniger ausgeprägten Problempferden werden. Diese wieder zu korrigieren, ist dann in der Regel Aufgabe der Ausbilder, da häufig die Profis erst um Rat gebeten werden, wenn es (fast) schon zu spät ist. Wer das erkennt, sollte ständig sein Verhalten reflektieren und kann so sich selbst und seinem Pferd unnötige und unangenehme Korrekturen ersparen.

 
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